Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Nordrhein-Westfalen muss durch flexible Betreuungsmodelle verbessert werden: Dass die NRW-Familienministerin Ute Schäfer (SPD) im Rahmen ihrer derzeitigen landesweiten „Kita-Tour“ zu dieser Erkenntnis gelangt ist, begrüßt die Junge Union NRW ausdrücklich.

„Betreuungsmodelle für unsere Kinder müssen den Gegebenheiten unserer modernen Lebens- und Arbeitswelt angepasst werden“, unterstreicht der Landesvorsitzende der Jungen Union NRW, Paul Ziemiak. „In den wenigsten Fällen arbeiten wir heute noch zwischen 9.00 und 17.00 Uhr. Häufig müssen Arbeitnehmer flexibel auf sich schnell ändernde Situationen reagieren, die dann auch eine Verschiebung der Arbeitszeit mit sich bringen. Trotz der heute gegebenen technischen und kommunikativen Möglichkeiten kann nicht immer sichergestellt werden, dass man um Punkt 17.00 Uhr seinen Arbeitsplatz verlässt. Kollidieren dann die beruflichen Termine mit den Öffnungszeiten der Einrichtung in der das eigene Kind betreut wird, entsteht für berufstätige Eltern schnell eine unangenehme Stresssituation, in der sie weder den Ansprüchen des Berufes noch denen der Familie gerecht werden können“, ergänzt die familienpolitische Sprecherin der Jungen Union NRW, Charlotte Bottermann.

„Als Junge Union Nordrhein-Westfalen haben wir diese Forderung bereits im vergangenen Jahr in einem Antrag festgeschrieben. Dass Frau Schäfer sich unserer Position nun anschließt, freut uns sehr. Für bedenklich halten wir allerdings die Tatsache, dass es erst einer ‚Kita-Tour‘ bedarf, um der Familienministerin die Situation vieler junger Familien in Nordrhein-Westfalen vor Augen zu führen. Die Junge Union steht Frau Schäfer als Ansprechpartner immer gerne zur Verfügung – vor allem werden wir ein Auge darauf haben, ob die Ministerin der Problemerkennung nun auch Lösungen folgen lässt“, so Paul Ziemiak und Charlotte Bottermann abschließend.