Düsseldorf. Mit seinem Vorstoß für eine Bestrafung geschäftsmäßiger Sterbehilfe hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe eine Debatte um eine neue gesetzliche Regelung der Suizidbeihilfe angestoßen. Der Landesvorsitzende der Jungen Union NRW, Paul Ziemiak, und die Sprecherin für Gesundheit und Soziales der Jungen Union NRW, Andrea Müller, erklären hierzu:

„Das uns von Gott geschenkte Leben ist uns wertvoll und heilig und sollte so gut es geht und so lange es geht bewahrt werden. Dennoch mag es Situationen geben, in denen Menschen im Tod die Erlösung von Schmerz und Krankheit sehen. In diesem Zusammenhang ist es zumindest verständlich, wenn nahestehende Personen aus Nächstenliebe dem Patienten bei der Selbsttötung helfen.

Dass Sterbehilfe jedoch vor dem Hintergrund anderer Interessen als denen der Patienten – insbesondere kommerzieller Interessen – vollzogen wird, halten wir für moralisch verwerflich. Dies verstößt auch gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden.

Die Junge Union NRW unterstützt daher den Vorstoß von Bundesminister Gröhe vehement und spricht sich für die Bestrafung derjenigen aus, die geschäftsmäßige Sterbehilfe betreiben. Sterbehilfe darf niemals vor dem Hintergrund von kommerziellen Interessen geschehen – zum Schutze der Patienten und ihres von Gott gegebenen Lebens.“