Zur gestrigen gemeinsamen Veranstaltung „Familienleitbilder in Deutschland“ der Jungen Gruppe der CDU-Landtagsfraktion und der Jungen Union Nordrhein-Westfalen erklären der Vorsitzende Hendrik Schmitz MdL und unser Landesvorsitzender Florian Braun:

„Familie ist ein Lebensbereich, den fast alle Menschen aus eigenem Erleben kennen. Die Folgen einer familienpolitischen Maßnahme kommen somit oftmals direkt in unserem Alltag an. Gleichzeitig wird kaum ein Thema so strittig diskutiert wie die Frage ‚Was ist überhaupt Familie?´. Mit der Studie ‚Familienleitbilder in Deutschland‘ hat die Konrad-Adenauer-Stiftung diese Frage in den Blick genommen – Grund genug für uns als junge Politiker, uns die Ergebnisse dieser Studie vorstellen zu lassen und sie intensiv zu diskutieren. Unser herzlicher Dank gilt der Herausgeberin, Frau Christine Henry-Huthmacher von der Konrad-Adenauer-Stiftung, die uns einen anschaulichen Einblick in die heutige Situation von Familien gegeben hat.

Was uns besonders im Gedächtnis bleiben wird: Nach wie vor verstehen unter einer Familie 100 Prozent der Befragten das verheiratete Ehepaar mit Kindern. Aber auch andere Lebensformen wie Unverheiratete mit Kindern, homosexuelle Paare mit Kindern, Patchworkkombinationen oder Alleinerziehende fallen für fast 90 Prozent der Befragten unter das Leitbild Familie. Was bedeutet das für eine Politik, die sich zwar der Unterstützung von Familien verschrieben hat, jedoch Förderungen zumeist nicht maßgeblich an die Existenz von Kindern geknüpft sind? Inwieweit könnten diese Erkenntnisse beispielsweise Auswirkungen auf Steuererleichterungen haben? Und wie können wir Mehrkindfamilien wie auch Alleinerziehende besser unterstützen?

Gerade junge Menschen tun sich mit dem Schritt der Familiengründung oft schwer: Neben Ausbildung, Berufseinstieg und nicht zuletzt der Suche nach der passenden Partnerin bzw. dem passenden Partner hängt dies auch damit zusammen, dass in unserer Gesellschaft kein positiv besetztes Leitbild für Eltern existiert. Zwischen Rabenmutter und Helikoptereltern, zwischen Heimchen am Herd und Latte Macchiato-Müttern entspinnt sich ein ganzes Netz von Ansprüchen und Vorstellungen innerhalb unserer Gesellschaft, das junge Menschen vor immense Herausforderungen stellt. Hier müssen wir uns als Politik die Frage stellen, was wir tun können, um Elternschaft wieder positiv zu besetzen.

Der gesamte Themenkomplex ist natürlich zu vielschichtig, um ihn an einem Abend erschöpfend zu diskutieren. Wir freuen uns über die gewonnenen Impulse und machen es uns zur Aufgabe, die politische Diskussion zur Familie auch weiterhin um die Sicht unserer Generation zu bereichern.“