Junge Union NRW schießt gegen Öko-Jagd-Novelle.

Es wird konkreter: Die Landesregierung will in den nächsten Wochen ein neues Öko-Jagdrecht über die rot-grüne Mehrheit im Landtag verabschieden. Darin werden vielseitige, bürokratische Verschärfungen des Jagdrechts enthalten sein – unter anderem auch die Wiedereinführung der Jagdsteuer. Jäger und Landleute sind entschieden dagegen. Sie wollen am heutigen Mittwoch gegen das neue Jagdrecht vor dem Düsseldorfer Landtag demonstrieren.

„Zu Recht!“, findet Florian Braun, Landesvorsitzender der Jungen Union Nordrhein-Westfalen (JU NRW). Der CDU-Nachwuchs sieht die Maßnahmen des Umweltministeriums um Grünen-Minister Johannes Remmel höchst kritisch. „‘Jedem Frühling wohnt ein Anfang inne‘- aber muss es gleich ein schlechter sein? Remmel und Co. vergessen, dass die Arbeit der Jäger zuvorderst dem Gemeinwohl dient: Sie sind es, die bei Tag und Nacht Wildschäden beseitigen. Sie sind es, die als staatlich geprüfte Naturschützer sich um die Heckenpflege kümmern und so die schöne nordrhein-westfälische Landschaft miterhalten. Und sie sind es auch, die mit rollenden Waldschulen jungen Menschen die Natur näher bringen“, schießt Braun weiter gegen die Öko-Jagd-Novelle.

Neben der geplanten Jagdsteuer sieht das neue Gesetz weitere Einschränkungen der Jagd sowie eine Ausweitung der bürokratischen Auflagen vor. „Das führt letztlich zu weniger Tierschutz und Naturpflege, ganz abgesehen von den Kosten, die für die Kommunen aufkommen, wenn sie sich auf einmal um die Wildschäden kümmern müssen“, ist sich der landwirtschaftspolitische Sprecher der JU NRW Michael Sendker sicher. Das geplante sogenannte „ökologische Jagdgesetz“ der Landesregierung zeuge daher eindeutig von Praxisferne. „Angesichts dieser grünen Regelungswut können wir die aufgebrachten Jäger absolut verstehen. Ein solches Gesetz braucht weder Mensch noch Tier“, betonen die beiden Jungpolitiker abschließend.