Mit einem inzwischen fast traditionellen Blitz-Marathon versucht Landesinnenminister Jäger am 16. April wieder Verkehrssündern in NRW das Handwerk zu legen. Wie auch bei den letzten Malen können die Bürger dabei selbst bestimmen, wo sie geblitzt werden wollen.

Die Junge Union Nordrhein-Westfalen um ihren Landesvorsitzenden Florian Braun hält die Aktion für eine bloße PR-Maßnahme. „Der Blitz-Marathon ist eine Inszenierung des Innenministers, die so überflüssig ist, wie ein Sandkasten in der Sahara. Das Personal der Polizei wird in hohem Maße unnötig gebunden. Und das ohne einen nennenswerten Effekt für die Verkehrssicherheit. Dass sich die Leute auch noch selbst aussuchen können, wo die Blitzer stehen, macht die Sache regelrecht absurd“, führt der 26-jährige Kölner aus.

Kritik dazu ist nicht neu – schon 2012 zeigte sich unter anderem der ADAC skeptisch. Die Aktion bringe zwar ein Tag Ruhe, danach werde jedoch wieder gerast. Eine Aufklärung der Verkehrssünder nach der Tat sei hier weitaus erfolgsversprechender, doch dies würde beim Blitz-Marathon nicht oft passieren, so der ADAC damals.

Abschließend bringt es Magda Aksamit, Stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Union NRW, so auf den Punkt: „Anstatt Autofahrer abzuzocken, sollten lieber die wirklich dringenden Sicherheitsprobleme in NRW bekämpft werden. Und davon haben wir derzeit wirklich mehr als genug: sei es die allgemein hohe Zahl an Einbruchsfällen oder die zunehmenden Übergriffe auf Beschäftigte im Öffentlichen Dienst, wie Polizeibeamte und Mitarbeiter im Jobcenter.“