In diesen Tagen jährt sich der Völkermord an den christlichen Minderheiten der Armenier – Assyrer, Aramäer, Chaldäer und Pontosgriechen – zum 100. Mal. Im Bestreben der damaligen jungtürkischen Regierung einen pantürkischen Großstaat zu realisieren, standen die im inneren Kern befindlichen christlichen Minderheiten auf dem heutigen Staatsgebiet der Türkei im Weg. Während des Ersten Weltkriegs wurden Millionen Christen aus dem Osmanischen Reich systematisch vertrieben und getötet. Ziel war es, die komplette christliche Bevölkerung auszulöschen. Insgesamt wird die Anzahl der getöteten Christen zwischen 300.000 und mehr als 1,5 Millionen beziffert.

Die Junge Union NRW gedenkt zusammen mit dem Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland (ZOCD) dem Massaker im Osmanischen Reich. „Für uns sind die schrecklichen Verbrechen vor 100 Jahren an den christlichen Minderheiten des Osmanischen Reiches selbstverständlich als Völkermord zu bezeichnen. Die türkische Regierung muss sich zu ihrer Historie bekennen und den Genozid einräumen. Wenig Verständnis haben wir für die teils zögerlichen Haltungen in der Bundespolitik und begrüßen umso mehr die geplante Resolution im Deutschen Bundestag. Doch auch wenn die aktuelle Debatte wichtig und notwendig für die vollständige Aufarbeitung dieses grausamen Kapitels menschlicher Geschichte ist: Am Jahrestag sollten wir die Priorität weniger auf Begrifflichkeiten legen. Denn das wird dem Gedenken nicht gerecht“, betonen seitens der JU NRW der Landesvorsitzende Florian Braun sowie für den ZOCD der Vorsitzende Simon Jacob und Sargon Yigit.