Die von Innenminister Ralf Jäger vorgestellten Zahlen zur Häufigkeit von Wohnungseinbrüchen in NRW sorgen bei der Jungen Union NRW (JU NRW) für Aufsehen. „Die Statistik ist wirklich erschütternd: Noch nie mussten wir in NRW so viel Angst um unser Hab und Gut haben wie unter dem SPD-Innenminister“, stellt der Landesvorsitzende der JU NRW Florian Braun fest. Gemeinsam mit Magda Aksamit, innenpolitische Sprecherin der CDU-nahen Jugendorganisation, reagiert er damit auf Jägers Stellungnahme vor der Presse zu den Kriminalitätsstatistiken aus 2015 am Mittwoch in Düsseldorf.

„Rund 62.000 Wohnungseinbrüche im Vorjahr – das ist so als wäre eine Stadt wie Recklinghausen innerhalb eines Jahres komplett leer geräumt worden. Und mindestens genauso erschreckend ist, dass nur 13,8 Prozent der Verbrechen aufgedeckt wurden. Falls Jäger und die SPD jemals ein Sicherheitskonzept hatten, kann man spätestens jetzt festhalten: Es ist katastrophal schiefgegangen“, so Braun weiter.

Um dem Rekordhoch an Einbrüchen Herr zu werden, schlägt der 26-jährige Kölner vor, es nicht nur bei dem vorgeschlagenen „Einbruchradar“ zu belassen. Stattdessen sollten die vorhandenen Daten für die Prognose von Straftaten über so genanntes „Predictive Policing“ flächendeckend genutzt und so die Kräfte effektiver eingesetzt werden. Aksamit ergänzt: „Wir müssen vor allem bei den Tatortuntersuchungen besser werden, wenn wir die Täter fassen wollen. Hierfür ist die Ermittlung über speziell ausgebildete Teams und die Einstellung weiterer Polizeikräfte der richtige Weg. Bei länderübergreifend agierenden Banden ist außerdem eine verstärkte Kooperation mit anderen Bundesländern und Nachbarstaaten zwingend erforderlich.“

Dies alles seien Hebel, die der Innenminister bei der Bekämpfung der Kriminalität in Bewegung setzen könnte, jedoch bislang vernachlässigt habe. „Statt Einbrüche zu verhindern, veranstalten Jäger lieber PR-taugliche Blitz-Marathons“, konstatieren die beiden Jungpolitiker.