JU NRW Landesvorsitzender löst Philipp Mißfelder nach 12 Jahren Amtszeit ab | Inzell. Rund 63 Prozent der Stimmen konnte Paul Ziemiak gestern auf dem JU Deutschlandtag in Inzell bei der Wahl um den JU Bundesvorsitz auf sich vereinen. Damit löste der 29-jährige Iserlohner und amtierende Landesvorsitzende der Jungen Union NRW Philipp Mißfelder MdB ab, der über 12 Jahre lang den rund 120.000 Mitglieder starken Jugendverband führte.

Zuvor schwor Ziemiak die über 300 angereisten Delegierten in einer mitreißenden Bewerbungsrede auf die Wahl ein. Auch in Zukunft soll die Junge Union Kritik an der Politik von CDU und CSU nicht scheuen. Diese dürfe jedoch kein Selbstzweck sein, sondern muss stets konstruktiv gedacht und bevor Entscheidungen fallen eingebracht werden, stellte Ziemiak klar.

Kritik übte er auch gleich an der Rentenreform der Bundesregierung. Die Rente mit 63 sei ein Schritt in die falsche Richtung. Zukünftigen Generationen dürfe nicht die Möglichkeit geraubt werden, zu gestalten.

An dem Gelingen der Energiewende zeige sich die Reformfähigkeit unseres Landes. Wichtig sei zudem, dass Deutschland und die Europäische Union beim Thema Energiepolitik mit vereinter Stimme sprechen. Nur so könne sichergestellt werden, dass Deutschland und die EU nicht erpressbar seien.

Nach dem Wettbewerb um den Bundesvorsitz gilt es, die Junge Union für die kommenden Herausforderungen zu wappnen. Auch der nordrhein-westfälische Landesverband steht nun vor einer Neustrukturierung. Auf dem kommenden 50. JU NRW-Tag vom 15. bis 16. November in Arnsberg werden die Delegierten der JU NRW einen neuen Vorstand wählen und über die Nachfolge Ziemiaks als Vorsitzenden des größten Landesverbands innerhalb der Jungen Union entscheiden.

"Ohne die Unterstützung der JU NRW wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Ich bin meiner JU NRW zu großem Dank verpflichtet", erklärte Ziemiak im Nachgang der Wahl.