JU NRW fordert stringentes Vorgehen gegen „Scharia-Polizei“ | Düsseldorf. Seit letzter Woche patrouillieren mutmaßliche Islamisten als „Scharia-Polizei“ nachts durch die Wuppertaler Innenstadt, um ihre extreme Interpretation des islamischen Rechts bei der Bevölkerung durchzusetzen. Im Zuge dessen belästigen sie Passanten und versuchen, Menschen für ihren „Heiligen Krieg“ zu rekrutieren.

Erschüttert zeigt sich die Junge Union NRW angesichts dieser Entwicklungen im mutmaßlichen Umfeld der Salafisten in NRW. Der Landesvorsitzende, Paul Ziemiak, und der innenpolitische Sprecher der JU NRW, Thomas Jüngst, mahnen an, dass das Auftreten der selbsternannten „Scharia-Polizei“, welche den Zweck verfolgt, vor allem junge Muslime auf den sogenannten „wahren Weg“ zu führen, nicht nur eine Provokation der gesamten Bevölkerung ist. Sie stellt auch ein klares Überschreiten der Grenzen der Religionsfreiheit dar.

Paul Ziemiak erklärt hierzu: „Ich bin zutiefst entsetzt über das, was sich dort in Wuppertal abspielt. Hier ist das stringente Eingreifen der Polizeibehörden und der Staatsanwaltschaft gefordert. Besonders der Innenminister ist hier gefragt, da nicht davon ausgegangen werden darf, dass dies ein alleiniges Wuppertaler Problem darstellt.“

Für die JU NRW zeigt sich hier nicht das Versagen von Integrationsbemühungen. Auch kann dabei nicht von einer Auseinandersetzung der Religionen gesprochen werden. Es handelt sich bei den Aktivisten vielmehr um integrationsunwillige Salafisten, welche in radikaler Form versuchen, islamistische Lebensweisen in Deutschland einzuführen. Dies gipfelt im Anwerben junger Männer für den „Heiligen Krieg“. Damit versuchen die vermeintlichen muslimischen Religionsfanatiker eindeutig in die hoheitlichen Aufgaben des Staates einzugreifen. Anders als von den radikalen Gotteskriegern mit gelben Plakaten und der Aufschrift „Shariah Controlled Zone“ dargestellt, gelten an keinem Ort in Deutschland die propagierten Verhaltensregeln aus dem religiösen Gesetz des Islam.

„Für alle Menschen in Deutschland muss unmissverständlich klar sein, dass das Gewaltmonopol nur beim Staat liegt. Den Anmaßungen der islamistischen Bewegung muss schnellstens Einhalt geboten werden“, so Thomas Jüngst abschließend.