Düsseldorf. Zur Planung der niederländischen Regierung im Zuge der „Strukturvision Schiefergas“ erklären der Landesvorsitzende der Jungen Union NRW, Paul Ziemiak, und der Sprecher für Umweltpolitik, Henrik Bischkopf:

„Zum aktuellen Zeitpunkt und nach aktuellem Stand der Technik sprechen wir uns entschieden dagegen aus, dass die Fracking-Technologie in NRW und im niederländischen Grenzgebiet angewendet wird.

Bei der Anwendung dieser Technologie werden Substanzen zur Erschließung und Gewinnung von Erdgas eingesetzt, die bei Kontakt erhebliche Schäden für Mensch und Natur anrichten können. Dadurch entsteht ein Risiko, welches in Deutschland und insbesondere in NRW ungleich höher ist als bei den Beispielen, die wir aus den USA kennen: Durch die weitaus höhere Bevölkerungsdichte wirken Gesundheitsgefährdungen und Umweltschäden unmittelbar und mit erheblichen Folgen für große Teile der Bevölkerung. Das Vorhaben der niederländischen Regierung, die Grenzregionen zu NRW und Niedersachsen in Hinsicht auf Anwendungsmöglichkeiten für die Fracking-Methode zu erforschen, lehnen wir daher aus selbigem Grund ab.

Wir begrüßen die Möglichkeit, im Rahmen der Espoo-Konvention an Planungen, die grenzüberschreitenden Auswirkungen auf die Umwelt haben, beteiligt zu sein. Die deutschen Bürger des Grenzgebietes zu den Niederlanden können unter www.bureau-energieprojecten.nl bis zum 9.Juli 2014 ihre Bedenken zu der geplanten Strukturvision Schiefergas äußern. Dies kann elektronisch oder postalisch geschehen. Wir rufen alle Bürger auf, davon Gebrauch zu machen und so einen Beitrag zur Verhinderung von Fracking-Projekten in unserer unmittelbaren Umgebung zu leisten.

Es sind die jungen Menschen und die folgenden Generationen, die von einem respektlosen Umgang mit der Umwelt am meisten betroffen sind. Die Junge Union NRW tritt daher für eine Energiepolitik mit Vernunft, die neben der Versorgungssicherheit und der Bezahlbarkeit auch die Umweltverträglichkeit der Energiequellen berücksichtigt. Sauberes Trinkwasser und die Gesundheit der Bürger haben für uns absoluten Vorrang vor rein wirtschaftlichen Erwägungen.“