Düsseldorf. Zum geplanten Abgang von Bayer-Chef Marjin Dekkers vom Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Ende 2016 erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union NRW, Paul Ziemiak:

„Mit Marjin Dekkers wird ein erfolgreicher Topmanager Nordrhein-Westfalen verlassen. Es fehlt ihm und seiner Familie das Vertrauen in das nordrhein-westfälische Bildungssystem, weswegen seine Töchter es vorziehen, in den USA zu studieren. Man kann es ihm nicht verdenken, dass er ihnen nahe sein will und den Bayer Konzern hierfür im Jahr 2016 verlässt.

Was hieran jedoch wieder einmal deutlich wird, ist die mangelnde Attraktivität des Bildungs- und Forschungsstandorts NRW, die vor allem auf die Politik der rot-grünen Landesregierung zurückzuführen ist. Diejenigen, die es sich leisten können, wählen lieber ein Bildungssystem, das zu Bestleistungen befähigt als der von Rot-Grün auferlegten Gleichmacherei ausgesetzt zu sein.

Mit ihrem Hochschulentmündigungsgesetz wird die Landesregierung diesen traurigen Trend sogar noch verstärken. Die Gefahr ist groß, dass hierdurch die Attraktivität der Hochschulen für besonders begabte Studierende ebenso wie für Unternehmen, die ihr Geld in Forschung investieren wollen, weiter sinken wird. Dieser Trend muss unbedingt gestoppt und die Freiheit der Hochschulen bewahrt werden.

Dass Dekkers dabei nicht der einzige Besserverdiener ist, der das Vertrauen in die Hochschullandschaft NRW verloren hat, müsste Ministerpräsidentin Kraft am besten wissen. Anstatt an einer Uni in Nordrhein-Westfalen, studiert ihr Sohn in Kanada.“