Die rot-grüne Landesregierung hat vor wenigen Tagen 25 Millionen Euro, die für die Durchführung von Vertretungsunterricht vorgesehen waren, gesperrt. Der Landesvorsitzende der Jungen Union NRW, Paul Ziemiak, und die bildungspolitischen Sprecher der Jungen Union NRW, Dr. Christian Hermelingmeier und David Winands, erklären hierzu:

"Seit Jahren wird versucht, den Unterrichtsausfall an Schulen in Nordrhein-Westfalen effektiv zu verringern. Die Sperrung von 25 Millionen Euro oder umgerechnet 500 Lehrerstellen, die flexibel Vertretungsunterricht durchführen können, ist ein rot-grüner Schildbürgerstreich. Damit wurden die Mittel hierfür halbiert! Wie will Schulministerin Löhrmann die Lehrerinnen und Lehrer zu unbezahlten Vertretungsstunden motivieren, wenn allen beamteten Lehrkräften zeitgleich durch die rot-grüne Landesregierung mit einer zweijährigen Nullrunde trotz des erfolgten Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst vor den Kopf gestoßen wurde?

Seit der Regierungsübernahme 2010 hat die rot-grüne Landesregierung den Unterrichtsausfall in den Schulen nicht mehr amtlich ermittelt. Wir fordern die Schulministerin auf, wie in den Jahren 2001 bis 2010 den Unterrichtsausfall an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen wieder durch eine Stichprobe zu ermitteln. Dann wird sich zeigen, dass die jetzige Kürzungspolitik einen deutlichen Anstieg des Unterrichtsausfalls zur Folge haben wird.

Die Untätigkeit von Rot-Grün in diesem Bereich schadet den Schülerinnen und Schüler in ihrer Ausbildung massiv. Durch den Ausfall entstehende Wissenslücken sind in den pädagogisch straff organisierten Stundenplänen kaum auszugleichen und schmälern somit letztendlich die Zukunftschancen für weiterführende Ausbildungen. Das einstige Wahlversprechen ’Kein Kind zurücklassen’ scheint ausgerechnet im Schulministerium keine Bedeutung mehr zu haben.“