Durch eine gerichtliche Neubeurteilung, sind Lehrern in Zukunft die vollen Kosten für Klassenfahrten vom Land zu erstatten. Eine Verzichtserklärung seitens der Lehrer ist demnach unzulässig. Die im Etat zur Verfügung stehenden Mittel reichen an den Schulen allerdings nicht aus. Hierzu erklären der Landesvorsitzende der JU NRW, Paul Ziemiak, sowie die bildungspolitischen Sprecher der JU NRW, Dr. Christian Hermelingmeier und David Winands:

 „Durch die gerichtliche Neuregelung besteht vielerorts die Gefahr, dass Klassenfahrten und Schüleraustauschprogramme reduziert oder ganz abgesagt werden müssen, da die Schulen die Kosten nicht tragen können. An dieser Stelle fordern wir die Landesregierung auf, den Schulen durch Sofortmaßnahmen die Durchführung bereits geplanter Fahrten zu ermöglichen bis eine dauerhafte und zufriedenstellende Regelung im Interesse der Schulen gefunden wurde. 

Gemeinsame Ausflüge in Klassenverbänden sind für die Schülerinnen und Schüler wichtig. Sie stärken den Zusammenhalt und ermöglichen gemeinsame Erfahrungen, die im Schulalltag nicht erlebbar sind. Auch dies ist aktive Bildungsarbeit!

In Zukunft muss das Schulministerium ein langfristig tragfähiges Finanzkonzept vorlegen, mit dem den Schulen Planungssicherheit auch im Bereich der Bildungsreisen gegeben wird. 

Im Bewusstsein der desaströsen Haushaltslage des Landes, sollte an dieser Stelle zugleich auch mit den Schulen eine Richtlinie erarbeitet werden, die einen Kostenrahmen für Klassenfahrten vorgibt.“