JU NRW und Junge Philologen suchen das Gespräch

Es war das erste Mal, dass sich die Jungen Philologen im Philologen Verband NW und die Junge Union Nordrhein-Westfalen zu bildungspolitischen Themen austauschten – bei einem Treffen auf Vorstandsebene letzte Woche Dienstag in Köln. Im gemeinsamen Gespräch identifizierten die Vertreter der beiden Organisationen viele inhaltliche Schnittmengen, vor allem bei der Frage der Lehrerqualifizierung und der Entlastung des Lehrpersonals.

„Inklusion, die Umstellung auf G8 und eine Reihe von Verwaltungsaufgaben: Die Anforderungen an unsere Lehrkräfte in NRW sind in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Für einen guten Unterricht ist es jedoch wichtig, dass die Lehrer sich auf das konzentrieren können, was bei ihrer Arbeit wesentlich ist: die Vermittlung von Wissen“, fasst Florian Braun, Landesvorsitzender der JU NRW, die Ergebnisse des Gesprächs zusammen.

Ingo Köhne, Vorsitzender der nordrhein-westfälischen Jungen Philologen, sieht insbesondere bei der Ausbildung der Lehrer einen Nachbesserungsbedarf. „Lehrer sind nicht nur Lernbegleiter. Sie müssen auch in ihrem jeweiligen Fach Experte sein. Gerade der Lehramtsstudiengang Gymnasium sollte sich deshalb verstärkt dem Erwerb fachlicher Kompetenz zuwenden“, findet der in Bergisch Gladbach unterrichtende Lehrer für Latein und Deutsch.

Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Unterrichtsqualität sehen Braun und Köhne außerdem in der Befreiung der Lehrer von bürokratischen Formalitäten. Dadurch bliebe mehr Freiraum für die Vorbereitung des Unterrichts. Die Einstellung von Schulverwaltungsassistenten halten sie in diesem Zusammenhang für eine gute Idee.

„In den Gesprächen ist deutlich geworden, dass wir in vielen Bereichen ähnlicher Meinung sind“, betonen die Vertreter beider Verbände abschließend. Weitere Gespräche sollen nun folgen, in denen sie sich gemeinsam der Verbesserung der Unterrichtssituation in NRW widmen wollen.