Düsseldorf. Um Polizeibeamte zu entlasten und die Sicherheit in NRW zu verbessern, soll NRW Innenminister Ralf Jäger ausscheidenden Feldjägern einen einfacheren Zugang zur Polizeiarbeit ermöglichen und unterstützende Polizeiverwaltungsassistenten einstellen. Dies fordert die Junge Union (JU) NRW mit ihrem Vorsitzenden Florian Braun und der innenpolitischen Sprecherin Magda Aksamit in einer Erklärung vom heutigen Mittwoch.

„Die jüngste Kriminalstatistik zeigt, dass vor allem in punkto Einbrüche die Lage mehr als ernst ist. NRW verzeichnet mit fast 20 Prozent den höchsten Anstieg von Wohnungseinbrüchen in einem deutschen Flächenland. Nur jede siebte dieser Straftaten wird aufgedeckt. Der Grund: Die Aufgaben der Polizei wachsen rasant, doch die zur Verfügung stehenden Mittel bleiben gleich oder schrumpfen sogar. Die gravierenden Sicherheitsmängel in unserem Land müssen gestoppt werden“, fordert der 26-jährige Kölner Florian Braun, der bei den Landtagswahlen 2017 für die CDU kandidieren wird.

Anders als Jäger, der auf eigenverantwortliche Sicherheitsmaßnahmen der Bevölkerung setzt, will die JU NRW den Hebel am Polizeipersonal ansetzen. „Wir brauchen keine PR-Aktionen wie einen kräftezehrenden Blitz-Marathon oder einen Einbruchsradar, der allein die Menschen nur ratlos und verängstigt zurücklässt. Wir brauchen mehr Polizei auf den Straßen!“, stellt Braun klar.

Um weiteres Personal zu gewinnen und somit mehr Polizei auf die Straße zu bringen, sollen die Zugangsmöglichkeiten zum Polizeiberuf für Feldjäger und Bewerber mit mittleren Bildungsabschlüssen angepasst werden. „Eine Erhöhung der Ausbildungsplätze allein wird die Kriminalitätsbekämpfung in NRW nicht voranbringen, da der Pool geeigneter Bewerber beständig schrumpft. Feldjäger sind bereits mit polizeilichen Vorgängen vertraut – das müssen wir nutzen und ausscheidenden Feldjägern eine verkürzte Ausbildungszeit in der Polizei anbieten. Außerdem brauchen wir wieder einen mittleren Dienst, sodass auch Bewerber mit mittleren Bildungsabschlüssen Zugang zum Polizeiberuf erhalten“, erklärt Sprecherin Magda Aksamit. Polizeiverwaltungsassistenten sollen demnach den Polizisten Schreibtischarbeit abnehmen, damit diese sich stärker der Aufklärung und Verhinderung von Straftaten widmen und Problemen wie No-Go-Areas den Kampf ansagen können.