Nordrhein-Westfalen ist das Energieland Nr. 1 in Deutschland. Hier wird ein Großteil der Energie produziert, die private Haushalte und Industrie benötigen. Das soll auch so bleiben. Deshalb müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, die vielfältigen Chancen des Energieumstiegs beherzt zu nutzen. Die Energiesicherheit muss aber im Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit, Umweltschutz sowie einer Arbeitsplatzsicherung gewährleistet werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien kann vor allem in den Kommunen vorangetrieben werden. Dort entstehen zunehmend sogenannte Bürgerwindparks und Blockheizkraftwerke unter Bürgerbeteiligung. Nur mit dauerhafter Partizipation der lokalen Bevölkerung ist die Energiewende zu stemmen. Wir wollen aber auch, dass das System der Anreizförderung schrittweise verändert wird: Die Erneuerbaren müssen schneller marktfähig werden. Ebenso werden auch konventionelle Energiequellen weiterhin ihren Platz im Energiemix haben. Deshalb stehen wir auch zur heimischen Braunkohle.
Für Wirtschaft und private Verbraucher wird das Thema Energieeffizienz noch mehr Bedeutung gewinnen, wobei anreizorientierte Förderung immer den Vorrang vor staatlichen Eingriffen haben.
Das Rückgrat der Energieinfrastruktur sind leistungsfähige Stromnetze. Der Leitungsbau muss schnell vorangetrieben werden, um mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien Schritt zu halten. Dazu gehören Verteil-, wie Übertragungsnetze und der Aufbau so genannter „intelligenter Stromnetze“ (smart grids) die sämtliche Akteure auf dem Strommarkt durch Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und Verbrauch in ein Gesamtsystem integrieren und steuern, um Strom effizient und kostengünstig anzubieten.

Die Junge Union NRW setzt sich für Bewahrung der Schöpfung ein. Umweltpolitik ist ein Ausdruck christlicher Politik. Dabei darf Umwelt nicht alleine als Abgrenzung zum Menschen gesehen werden, sondern muss mit ihm, seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten im Zusammenhang betrachtet werden. Umweltpolitik muss immer auf eine Politik der Nachhaltigkeit zielen und ist damit Generationenpolitik. Staaten und Währungen können vergehen, die Umwelt bleibt aber immer maßgebliche Voraussetzung für die Entwicklung von Mensch und Gesellschaft.

Haushalts- und Finanzpolitik
Die Junge Union NRW will eine Finanzpolitik in generationenübergreifender Verantwortung für unser Land. Bei den weiten Herausforderungen muss sich generationengerechte Landespolitik auf Qualität konzentrieren und sich auf wesentliche Kernaufgaben beschränken. Die Zukunft unseres Landes kann nur mit einer soliden und tragfähigen Finanzpolitik als Fundament erfolgreich sein. Nach Jahrzehnten rot-grüner Verschuldung ist die haushaltspolitische Freiheit der Zukunft massiv eingeschränkt. Der demographische Wandel verschärft diese Entwicklung zusätzlich. Die Haushaltspolitik der christlich-liberalen Koalition von 2005 bis 2010 hat aber gezeigt, dass ein besserer Weg möglich ist. So konnte der Landeshaushalt binnen der ersten drei Jahre konsolidiert werden. Die erfolgreiche Politik der CDU-geführten Landesregierung hat dazu geführt, dass das Land erstmals seit 1973 wieder weniger Geld ausgegeben als eingenommen hat.

Landeshaushalt
Wir müssen daher die finanzielle Leistungsfähigkeit des Landes sichern und im zweiten Schritt einheitliche Regeln für den weiten Weg zur Nullverschuldung erreichen. Eine Nullverschuldung wie es die CDU-geführte Regierung auf Bundesebene schon mit der Erreichung der Schwarzen Null vorgemacht hat. Dazu berücksichtigen wir die impliziten Schulden explizit: Die Tragfähigkeit der Landes- und Kommunalfinanzen und damit die zukünftige Handlungsfähigkeit sind ernsthaft gefährdet. Deshalb halten wir den Anspruch aufrecht, dass nur eine verschuldungsfreie Haushaltspolitik, eine Aufgaben- und Ausgabenkritik sowie eine Konzentration auf politische Schwerpunkte tragfähige Pfeiler für die Zukunft Nordrhein-Westfalens bilden. Wir haben schon einmal gezeigt, dass Generationengerechtigkeit und Haushaltsausgleich möglich sind ohne auf Zukunftsinvestitionen zu verzichten. Ein Entschuldungsgebot ist der Zukunftspfad raus aus dem Schuldenstaat.

Finanzkraft
In der schwarz-gelben Koalition wurde ganz im Sinne der jungen Generation der Großteil der Steuermehreinnahmen zur Rückführung der Neuverschuldung genutzt. Investitionen in die Zukunft unseres Landes für Bildung und Erziehung von Kindern von mehreren Milliarden Euro waren zudem möglich. Eine Aufgabenkritik ist nötig, geht aber auch mit mehr Finanzautonomie für die Bundesländer einher. Zum Ausgleich für die strengen Verschuldungsregeln sollen die Bundesländer mehr Autonomie in der Steuerpolitik erhalten. Die Bundesländer müssen stärker in die Lage versetzt werden, eigene Einnahmen zu generieren und diese dann auch behalten zu dürfen. Daher ist - im Rahmen einer Föderalismusreform III - eine Entflechtung der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern sowie zwischen den Ländern zu erreichen.

Steuerpolitik
Wir wollen eine wachstumsorientierte Steuerpolitik, die auf Entlastung der Leistungsträger setzt. Die Träger von Leistung und Verantwortung in Wirtschaft, Gesellschaft und Familien müssen steuerpolitisch belohnt werden, nicht bestraft. Die JU NRW fordert das Ende der kalten Progression, möglichst im Zuge einer großen Steuerreform. Gerade hierbei muss dem Zukunftsbeitrag unserer Familien Rechnung getragen werden und das Ehegatten- durch ein Familiensplitting ersetzt werden. Wir wollen Transparenz als wichtigen Schritt zur Steuergerechtigkeit. Statt auf wahlkampftaktische Effekthascherei, setzen wir uns für eine große Steuerreform nach dem 3-Stufen-Konzept von Friedrich Merz ein. Das deutsche Steuerrecht soll Vorreiter in Sachen Transparenz und Steuergerechtigkeit sein. Für Unternehmen müssen wir eine rechtsformunabhängige wettbewerbsfähige Unternehmenssteuer erreichen. Darüber hinaus setzen wir uns für ein ausgewogenes System bei der Erbschaftssteuer ein, welches es (Familien-)Unternehmen ermöglicht ohne große Probleme für das jeweilige Unternehmen und damit auch für die Mitarbeiter den Übergang zur nächsten Generation verantwortungsvoll zu gestalten

Für die Junge Union NRW ist besonders die Infrastruktur ein Garant für wirtschaftlichen Aufstieg, Innovation und Fortschritt. Denn mit den angrenzenden Staaten Belgien und Niederlanden sowie der Nachbarschaft zu den Bundesländern Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz ist NRW der größte Verkehrskorridor in Europa. Tagtäglich werden hier unzählige Tonnen Waren über die verschiedensten Verkehrsadern transportiert. Unsere Verkehrsinfrastruktur steht jedoch in einigen Bereichen vor dem Kollaps. Es droht der Verkehrsinfarkt für NRW. Investitionsstau beim Land und Verkehrsstau auf den Straßen sowie auf den Haupt- und Umgehungsstraßen, überhöhte Auflagen für neue Bauprojekte oder deren unnötige Verschiebung und die Uneinigkeit der rot- grünen Landesregierung in NRW kosten den Steuerzahler tagtäglich Millionen Euro und sorgen dafür, dass Unternehmen, junge Gründer, Köpfe und Ideen abwandern. Dabei ist nicht nur das Straßennetz und der Schiffs- und Bahnverkehr von Bedeutung, auch der Bereich des Breitbandausbaus, der für die Unternehmen immer wichtiger geworden ist, wird von der derzeitigen Regierung völlig verschlafen. Die Auswirkung dieser desaströsen Infrastrukturpolitik der rot-grünen Landesregierung ist, dass NRW seit Jahren Schlusslicht im Wirtschaftswachstum ist.

Aus diesem Grund hat sich die Junge Union NRW intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und klare Ziele und Forderungen auf dem 52. JU NRW Tag verabschiedet. Diese umfassen folgende fünf Teilbereiche:
1.    Das Straßennetz
2.    Schienen, ÖPNV und Personenfernverkehr
3.    Flugverkehr
4.    Binnenschifffahrt
5.    Digitale Infrastruktur
 
Die Junge Union NRW setzt sich für einen Wandel in der Infrastrukturpolitik ein, hin zu einer Politik des Fortschritts, die bereit ist, in die Infrastruktur zu investieren und die in der Lage ist, Planungen voranzutreiben und Vorhaben umzusetzen. Nur so kann NRW seiner Rolle als ökonomisches Herz und Impulsgeber für Innovationen in Deutschland wieder gerecht werden.
 
Mehr dazu findet Ihr im Beschluss des 52. JU NRW-Tages in Hückelhoven. Für Ideen und einen Austausch über die Themen stehen Euch Jens Boehle und Florian Weyand als Verkehrs- und Infrastrukturpolitische Sprecher der JU NRW zur Verfügung. Wir freuen uns auf Euer Engagement für eine starke Infrastruktur in NRW.

Familienpolitik

Die Junge Union Nordrhein-Westfalen definiert Familie als den Ort, wo Kinder und Eltern generationenübergreifend Verantwortung füreinander übernehmen. Als kleinste, aber zugleich wichtigste Einheit der Gesellschaft sind Ehe und Familie deshalb besonders zu schützen und zu unterstützen. Es ist Aufgabe der Politik, die Familie durch geeignete Rahmenbedingungen zu fördern. Dabei gilt, dass staatliches Eingreifen erst dort einsetzen sollte, wo die Familiengemeinschaft versagt. Für die Junge Union Nordrhein-Westfalen gilt es, politische Anreize zu setzen, dass Familien Orte von Wärme und Zusammenhalt bleiben. Die ideelle und finanzielle Anerkennung von Familien mit Kindern muss spürbarer werden – beispielsweise im Steuerrecht durch eine Erweiterung um ein Familiensplitting. Auch die Beibehaltung des Elterngeldes und die Weiterentwicklung zueinem Teilzeitelterngeld erachtet die Junge Union Nordrhein-Westfalen für wichtig. Die Berücksichtigung von Betreuungszeiten in der Rente – sowohl für Zeiten der Kinderbetreuung als auch für Zeiten der Pflege eines Angehörigen – ist für die Junge Union NRW gelebte Generationensolidarität. Unterstützen möchte die Junge Union auch alleinerziehende Elternteile, sei es durch flexiblere Arbeitszeiten oder durch längere und flexiblere Betreuungszeiten in Kindertagesstätten. Echte Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung bedeutet für die JU NRW, dass der Betreuung durch ein Elternteil oder abwechselnd beide Elternteile die gleiche Anerkennung zu Teil werden soll wie der aushäusigen Betreuung. Die moderne Arbeitswelt erfordert den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, um berufstätigen Müttern und Vätern Chancengerechtigkeit zu ermöglichen. Dazu ist Flexibilität auch von Seiten der Wirtschaft erforderlich. Der Ausbau von Betreuungsangeboten darf daher nicht zum Selbstzweck werden. Die Junge Union Nordrhein-Westfalen will Familien kein Erziehungsmodell vorschreiben. Das Wohl der Kinder hat für uns oberste Priorität.

Gesellschaftspolitik

Ein zentraler Aspekt der Gesellschaftspolitik, gleichzeitig eine Querschnittsaufgabe aller Politikfelder, ist für die Junge Union Nordrhein-Westfalen die Generationengerechtigkeit. Die Junge Union setzt auf die langfristige Wirkung der heutigen politischen Entscheidungen und grenzt sich damit von kurzfristiger und wahltaktisch motivierter Politik ab. Eine generationengerechte Politik fußt auf der Einstellung, die Leistungen und Werte der älteren Generation anzuerkennen, wertzuschätzen sowie zu bewahren und gleichzeitig die Chancen der jungen Generation zu fördern und sie vor untragbaren Belastungen zu schützen. Die Interessen der Generationen sind dabei in Einklang zu bringen. Jung und Alt profitieren voneinander. Wertebündnisse zwischen den Generationen sind eine Notwendigkeit, um die sozialen Sicherungssysteme fit für die Zukunft zu machen. Eine Verherrlichung der Gegenwart und Vernachlässigung der Zukunft schadet der gesamten Gesellschaft. Unsere Gesellschaft fasst die Junge Union Nordrhein-Westfalen als ein funktionierendes soziales Netzwerk auf, das allen Menschen Chancen bietet, die in einer von Eigenverantwortung geprägten Bürgergesellschaft leben möchten. Freiheit und Verantwortung erfordern Chancengleichheit, um jedem Menschen optimale Entfaltung zu ermöglichen. Ergebnisgleichheit verhindert die Ausbildung individueller Stärken und Neigungen. Nur freien Persönlichkeiten erwächst die Möglichkeit, Eigeninitiative für das Gemeinwohl zu zeigen.

Die Veränderung des Großen beginnt zumeist im Kleinen. So verstanden ist es nicht verwunderlich, warum sich viele junge Menschen nicht nur parteipolitisch engagieren, sondern neben Veranstaltungen, Aktionen und Diskussionen von JU und CDU auch zuhause in den Räten und Kreistagen aktiv sind und praktisch mitgestalten. Genau das ist der Anspruch den die Junge Union NRW für das Ressort der Kommunalpolitik formuliert: Die CDU ist die Kommunalpartei und die JU ist die Zukunft christdemokratischer Kommunalpolitik!

Dabei ist uns bewusst, dass nicht nur die Entscheidungen über eine umfassende und große Steuerreform, den Einsatz der Bundeswehr in Krisengebieten oder die gesellschaftspolitische Fragen von Rente, Pflege und Gesundheit von den Parlamenten in Berlin und Düsseldorf wichtig und erheblich sind. Insbesondere die Entscheidungen der Räte und Kreistage sind es, die unmittelbar Einfluss auf die Lebensqualität der Menschen in allen Regionen NRWs haben. Nirgends ist der Kontakt zu den Menschen direkter, die Konsequenz der eigenen Entscheidung so unmittelbar.

Die Junge Union NRW sieht sich hierbei selbstbewusst als starke, eigenständige politische Kraft und formuliert regelmäßig kommunalpolitische Forderungen und Thesen mit Gestaltungswillen und Finanzverantwortung.
Die Kernforderungen, denen sich die Junge Union NRW verpflichtet sieht, bestehen aus folgenden Punkten:

  • eine nachhaltige Finanzpolitik und verantwortungsvolles Wirtschaften im Sinne generationengerechter Haushaltsführung und insbesondere eine Reduzierung der kommunalen Schulden, sodass Handlungsräume für kommenden Generationen geschaffen werden. Zugunsten der Kommunen muss das Konnexitätsprinzip zwingend eingehalten werden: Wer bestellt, muss auch bezahlen.
  • eine Ausrichtung der kommunalen Politik, die die Familie wieder in den Mittelpunkt rückt. Dazu gehören für uns eine bedarfsgerechte und qualitative Kinderbetreuung, die den Eltern aber dennoch Wahlfreiheit in Bezug auf Betreuungsmodelle gewährt sowie die Möglichkeit sich in den Kommunen Eigentum und Wohnraum leisten zu können, um Werte zu schaffen.
  • eine kommunale Bildungspolitik, die weniger die Schulform als Strukturdebatte diskutiert, sondern sich wieder dem Auftrag verschreibt Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Begabungen individuell zu fördern und ihnen den Zugang zu Bildung als Chance näherzubringen, sowie Qualität und Leistung im Bildungssystem gewährleistet
  • eine Politik, die die Herausforderung des demographischen Wandels als Chance aufgreift und gestaltet und dabei Angebote für das Zusammenleben der Generationen auch unter Berücksichtigung der Bedarfe älterer Menschen macht
  • eine Kommunalpolitik, die Integration ermöglicht, weil nur in der Kommune Integration durch Einbindung, Förderung aber auch das Verlangen nach Integrationsbereitschaft verbindlich, direkt und damit erfolgreich ist. Bei der Integration von Flüchtlingen fordert die Junge Union jedoch eine höhere Beteiligung des Landes an den entstehenden Kosten.
  • die Durchführung einer Kommunalwahlrechtsreform mit Einführung einer Sperrklausel für die Wahlen zu Räten und Kreistagen, um deren Handlungsfähigkeit auch für die Zukunft sicher zu stellen.

Neben den umrissenen Themengebieten stellt sich die JU NRW stets auch den konkreten Fragen. Da dies nicht immer im Rahmen eines NRW-Tages geschehen kann, ist der Arbeitskreis Kommunalpolitik neben dem Landesvorstand eines der Gremien, das konkret und zeitnah relevante kommunalpolitische Fragestellungen diskutiert. Engagierte Kommunalpolitiker, die bereits ein Mandat haben oder ein solches anstreben sind jederzeit willkommen, genauso wie interessante Themenvorschläge oder Hinweise auf Probleme vor Ort. Stefan Grawe & Sebastian Gräler freuen sich als kommunalpolitische Sprecher der JU NRW auf euer Engagement und eure Ideen!

Die Innenpolitik ist ein spannender und vielseitiger Politikbereich. Oft wird nur das Thema der Inneren Sicherheit darunter verstanden, dabei bedeutet Innenpolitik viel mehr als das. Sport, ziviler Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, moderne Verwaltung, das Verhältnis von Staat und Gesellschaft, aber auch Fragen der Ausländer- und Migrationspolitik lassen sich darunter subsumieren.

Die Junge Union Nordrhein-Westfalen hat in verschiedenen Anträgen, sowohl durch die Mitglieder im Rahmen von NRW-Tagen, als auch durch nach außen gerichtete Antragsinitiativen, bereits Stellung zu einer breiten Themenauswahl bezogen. Einen Auszug davon haben wir auf dieser Seite zusammengestellt.

Aber auch Kampagnen sind daraus erwachsen. Mit dem Beschluss „Gemeinsam gegen Extremismus“ aus 2011, hat die JU auch die Kampagne „Jeder Extremist ist Mist“ gestartet. Ein klares und unmissverständliches Zeichen unserer Haltung gegenüber Extremisten jeder politischen oder gesellschaftlichen Richtung wurde und wird damit Ausdruck verliehen.

Wir laden dazu ein, sich an einer Diskussion über die gesamte Bandbreite aktiv zu beteiligen, um den innenpolitischen Herausforderungen mit einer zukunftsweisenden und generationengerechten Politik zu begegnen.

Die Junge Union NRW steht ausdrücklich zum Föderalismus in der Bildungspolitik. Die unterschiedlichen Wege zur Gestaltung des Bildungssystems fördern einen Wettbewerb zum Wohle der Schülerinnen und Schüler.

Ein gegliedertes und durchlässiges Schulsystem bietet die besten Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und zu fordern.

Die schulische Inklusion ist ein Ziel auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit: Jeder Mensch soll eine gleichberechtigte Teilhabe unabhängig von Religion, Herkunft, sexueller Orientierung, Hautfarbe, Krankheit, Behinderung, usw. in Schule und Gesellschaft haben.

Die Schule ist der Ort, an dem Integration beginnen muss und gelingen kann. Sprachförderung muss bereits im Kindergarten anfangen und in der Grund- sowie weiterführenden Schule durch mehr Unterrichtsangebote für Deutsch als Fremdsprache fortgeführt werden.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erfordert für viele Eltern ein angemessenes Betreuungsangebot ihrer Kinder. Ganztagsangebote sind daher flächendeckend und an jeder Schulform bedarfsgerecht in Nordrhein-Westfalen auszubauen.

Die Junge Union NRW bekennt sich ausdrücklich zum konfessionsgebunden Religionsunterricht. Unsere gemeinsamen Werte sollen dadurch verstärkt, der Glaube vertieft und Toleranz gegenüber anderen Religionen gelehrt werden. Nordrhein-Westfalen ist christlich-jüdisch geprägt und doch leben hier viele Bürgerinnen und Bürger anderer Konfessionen. Daher setzen wir uns auch für konfessionellen Religionsunterricht anderer großer Religionen unter Berücksichtigung der verfassungsrechtlichen Anforderungen ein.

Dreigeteilte Politik oder gemeinsames Voranschreiten in eine Richtung? Diese Frage beschäftigt uns stets bei unserem Themenfeld. Es gibt viele Synergieeffekte in diesem Themenfeld, aber auch Interessenskonflikte, die gelöst werden wollen.

Die Junge Union NRW setzt sich für eine stabile Landwirtschaftspolitik ein. Der Nutzwert der Landwirtschaft muss deutlicher herausgestellt werden. Sie ist eine tragende Säule im ländlichen Raum und Garant einer vielfältigen Kulturlandschaft. Die Landwirtschaft erfüllt viele Aufgaben, von der lebensnotwendigen Lebensmittelerzeugung über die Produktion nachwachsender Rohstoffe und der Erhaltung und Pflege der Landschaft bis zum Naturschutz. Sie stellt in zunehmendem Maße nachwachsende Rohstoffe für erneuerbare Energien bereit. Sie ist ein wichtiger Auftraggeber für Handwerk und Gewerbe. Die Land- und Ernährungswirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Branchen ist ein zentraler Wirtschaftszweig von NRW. Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelautonomie müssen erhalten bleiben.

Die Junge Union NRW fordert eine noch bessere Aufklärung der Verbraucher über Vorzüge der regionalen Landwirtschaft. Wir fordern eine eindeutige Kennzeichnung auf der Verpackung, wenn das Produkt Lebensmittelimitate wie Analogkäse oder Schinken-Imitat enthält. Wir fordern, dass Produzenten von Lebensmittelimitaten veröffentlicht werden, sofern sie die Verbraucher über die Verwendung im Unklaren lassen. Und schließlich fordern wir eine bessere Aufklärung der Verbraucher über Lebensmittelinhaltsstoffe und Ernährung. Die Familien und Schulen sollen hier entsprechende Informationsangebote zur Verfügung stellen. Die Kennzeichnung von Lebensmitteln muss vereinfacht werden und deutlich zu verstehen sein.

Die Junge Union NRW setzt sich für Bewahrung der Schöpfung ein. Umweltpolitik ist ein Ausdruck christlicher Politik. Dabei darf Umwelt nicht alleine als Abgrenzung zum Menschen gesehen werden, sondern muss mit ihm, seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten im Zusammenhang betrachtet werden. Umweltpolitik muss immer auf eine Politik der Nachhaltigkeit zielen und ist damit Generationenpolitik. Staaten und Währungen können vergehen, die Umwelt bleibt aber immer maßgebliche Voraussetzung für die Entwicklung von Mensch und Gesellschaft.

Mit circa 30 Prozent ist der Anteil der weiblichen Mitglieder der Jungen Union Nordrhein-Westfalen zu gering, zumal diese Tatsache auch dazu führt, dass die Gremien und Funktionen der verschiedenen Ebenen vorrangig mit männlichen Mitgliedern besetzt sind. Um dieser Problematik zu begegnen, hat der Landesvorstand die AG Frauenförderung unter Leitung von Charlotte Quik eingesetzt.

Die AG erarbeitet zum einen Ideen und Konzepte, junge Frauen für politisches Engagement zu begeistern und mehr weibliche Mitglieder für die Junge Union zu gewinnen. Zum anderen hat sie sich die bessere Vernetzung der JU’lerinnen zum Ziel gesetzt und bietet regelmäßig entsprechende Veranstaltungen an – bereits etabliert hat sich das „Mädels-Treffen“ am Rande der NRW-Tage. Auch die interne Facebook-Gruppe „Die Mädels von der Jungen Union“ bietet eine Plattform zum Austausch.

In den Bezirksverbänden stehen folgende Ansprechpartnerinnen der AG Frauenförderung zur Verfügung:

-    Aachen: Julia Dinn / Annika Fohn

-    Bergisches Land: Kira Boedecker

-    Mittelrhein: Katharina Becker

-    Münsterland: Lena Steinkamp

-    Niederrhein: Charlotte Quik

-    Ostwestfalen-Lippe: Andrea Müller

-    Ruhrgebiet: Sarah Beckhoff

-    Südwestfalen: Birte Hackbarth

Alle JU’lerinnen und solche, die es werden wollen, sind uns herzlich willkommen – wir freuen uns auf Euch!

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Landes ist ein unverzichtbarer Garant für die Schaffung von Arbeitsplätzen, den Fortbestand unserer Sozialsysteme, solide Staatsfinanzen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Frieden. Die Leistungskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen sind Grundlage unseres Wohlstandes.

Als Junge Union NRW bekennen wir uns daher zu einer Politik, die zu gleichen Teilen auf Wachstum und Fortschritt setzt. Wachstum und Markt sind dabei kein Selbstzweck, sondern haben dem Menschen zu dienen. 
Wir setzen uns für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft ein. Freiheit und Verantwortung sind die grundlegenden Gestaltungsprinzipien unserer Marktwirtschaft. Freiheit bedeutet in erster Linie Handlungsfreiheit. Um nach eigenem Wissen und Gewissen frei zu handeln zu können, ist eine wettbewerbsorientierte Wirtschaftsordnung nötig. Diese beruht auf Privateigentum und Vertragsfreiheit. Aus der Handlungsfreiheit folgt auch die Verantwortung für das eigene Handeln. Nur dann können sich Innovationen und neue Ideen durchsetzen, die eine wesentliche Basis unseres Wohlstandes sind. 

Von höchster Bedeutung ist für uns Erhalt und Ausbau des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen. Es muss uns gelingen komplette Wertschöpfungsketten von der energieintensiven Grundstoffindustrie bis zum verarbeitenden Gewerbe und den Industriedienstleistern. Dabei bieten nicht nur die großen Industrieunternehmen, sondern insbesondere der familiengeführte industrielle Mittelstand vielen Menschen attraktive und gut bezahlte Arbeitsplätze. Sie sind im weltweiten Vergleich höchst effektiv und produktiv. Diese Basis müssen wir stärken.

Die Internationale Kommission hat drei Aufgaben:

1. JUler, die sich für Europäische und Internationale Politik interessieren, für die Arbeit im Landesverband zu gewinnen und ein Austauschforum zu bieten,

2. diese Politikfelder inhaltlich für die JU NRW zu bearbeiten und abzudecken (z.B. durch Anträge und Pressemitteilungen) und

3. durch Veranstaltungen zu diesen Politikbereichen die Präsenz der JU NRW zu unterstreichen.

Schon seit Sommer 2011 präsentiert sich der Arbeitskreis mit Berichten, Fotos und Einladungen auf Facebook.

Jeder JUler, der sich für Außen- und Europapolitik interessiert und sich in der IK engagieren möchte, ist uns sehr willkommen.

Werbemittel der JU NRW

Bestellungen von Werbmitteln können nur von JU-Verbänden erfolgen.

Solltest Du darüberhinaus Interesse haben, wende Dich schriftlich oder telefonisch an:

Junge Union NRW, Postfach 20 02 80, 40100 Düsseldorf

Fon: (0211) 1 36 00 / 47-50
Fax: (0211) 1 36 00 52