Papierlose Ratsarbeit, digitale Sitzungen, schnelle Digitalisierung der Verwaltung: Die jungen Christdemokraten fordern eine umfassende Modernisierung der Kommunen

Düsseldorf. „Die Kommunen in unserem Land sind die erste Schnittstelle zwischen Bürgern und Staat“, sagt JU-Spitzenkandidat Dietrich Aden, der im münsterländischen Greven als Bürgermeister kandidiert. „Aus diesem Grund müssen Verwaltungen die Vorteile der Digitalisierung möglichst flächendeckend nutzen, um dem Effizienz- und Servicegedanken gerecht zu werden. Damit diese Transformation gelingt, muss jede Kommune bis spätestens 2025 eine Digitalisierungsstrategie festhalten und dauerhaft weiterentwickeln.“ Mit dem digitalen Strukturwandel müsse ein grundsätzlicher Modernisierungsprozess einhergehen, um Kommunen zukunftsfest zu machen und strukturell zu entschulden. So sei der demografische Wandel auch als Chance zu begreifen, mit einem sinkenden Personaldeckel auch Prozesse zu analysieren. „Ein schlechter analoger Prozess wird auch digital nicht besser“, ist sich Aden sicher.

Neben einer modernen Verwaltung sei es ebenfalls wichtig, kommunalpolitische Gremienarbeit attraktiver zu gestalten. „Wir wollen die Ratsarbeit ins 21. Jahrhundert holen, damit der Nachwuchs nicht ausgeht. Politische Gestaltung wird besonders in der Kommune sichtbar: Jugendarbeit, Freizeitgestaltung, Stadtentwicklung. Veränderungen sind hier unmittelbar, betont Landesvorsitzender Florian Braun MdL. „Bisher war es häufig so, dass junge Menschen, die zum Studium in eine andere Stadt gezogen sind, keine Möglichkeit hatten weiterhin an der Ratsarbeit mitzuwirken. Dabei bleibt die Heimat Lebensmittelpunkt.“ Aus diesem Grund macht sich der CDU-Nachwuchs dafür stark, Sitzungen zu digitalisieren und Unterlagen papierlos breitzustellen. „Die Welt wird mobiler, die Ratsarbeit nur schleppend“, stellt Braun fest, der auch digitalpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist.

Hintergrund
Das Positionspapier „Jung. Mobil. Digital.“ wurde im Rahmen der digitalen Kreisvorsitzendenkonferenz beraten und beschlossen. Es gilt als kommunalpolitische Leitlinie der jungen Christdemokraten für die Kommunalwahlen 2020.

Ansprechpartner

Hendrik Terhan

h.terhan@ju-nrw.de

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag