Angesichts der Neuorganisation des islamischen Unterrichts für die derzeit rund 22.000 Schülerinnen und Schüler dieses Faches in Nordrhein-Westfalen, äußert die Junge Union NRW schwerwiegende Bedenken über die Zusammensetzung der hierfür zuständigen Kommission.

Düsseldorf. Die Junge Union NRW begrüßt das Bestreben, nicht nur an der religiösen Bildung in unseren Schulen festzuhalten, sondern das Angebot sogar weiter auszubauen. Allerdings müssten solche Angebote, gerade wegen ihre Prägekraft sowie den zunehmend religiös motivierten Konflikten auf der Welt, ordentlich geprüft und aufgestellt werden. „Die nun erfolgte Einbindung der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e. V. (DITIB) in eine hierfür geschaffene Kommission für den islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen, sehen wir derzeit kritisch.“, so Clemens Röttgen, Sprecher des Arbeitskreises Bildung & Wissenschaft.

„Während einer der stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden im Bund heute in der Rheinischen Post feststellt, dass angesichts der antisemitischen Ausschreitungen ein islamischer Religionsunterricht unabhängig von ausländischen Einflüssen sein müsse, geht NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) einen anderen Weg. DITIB tauchte in den vergangenen Jahren immer wieder als möglicher Beobachtungs- und Verdachtsfall des deutschen Verfassungsschutzes auf. Zunächst muss DITIBs Nähe zum türkischen Staat eindeutig geklärt und die Treue zu deutschen Verfassungsprinzipien gesichert werden. Wir fordern eine Überprüfung dieser Entscheidung des Ministeriums sowie einem Ausschluss DITIBs von einer solcher Kommission, sofern der Verband nicht über jeden Zweifel erhaben sein sollte.“, so Röttgen weiter.

„Wir müssen proaktiv unsere freiheitlich-demokratischen Werte verteidigen. Die Schule und die Bildung unserer Kinder sind dabei von essenzieller Bedeutung. Zu glauben, dass DITIB wegen einer Ergänzung in ihrer Satzung plötzlich losgelöst vom starken politischen Einfluss aus Ankara agiert, empfinde ich als bildung- und gesellschaftspolitische Naivität.“, ergänzt der Landesvorsitzende der Jungen Union NRW, Johannes Winkel.

Ansprechpartner

Arvid Hans Hüsgen

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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