Bildung
Die Junge Union Nordrhein-Westfalen sieht als Vertreter der jungen Generation in unserem Bundesland die Bildungspolitik als eine ihrer zentralen inhaltlichen Themen an. Als ein auf Landesebene agierender Verband nehmen wir zu den Vorhaben der Landesregierung Stellung und suchen immer wieder auch den Blick über den Tellerrand. Die JU NRW steht ausdrücklich zum Föderalismus in der Bildungspolitik. Die unterschiedlichen Wege zur Gestaltung des Bildungssystems fördern einen Wettbewerb zum Wohle der Schülerinnen und Schüler.

Bildung ist der Schlüssel für den individuellen persönlichen Erfolg und entscheidend für den weiteren Lebensweg. In Nordrhein-Westfalen soll jedes Kind unabhängig seiner Begabungen und Bedürfnisse die gleiche Chance auf gute Bildung erhalten. Wir verstehen Bildung als Möglichkeit der Förderung und Herausforderung zugleich, um Kinder angemessen ihrer Entwicklung zu begleiten.

Bildung ist das Zukunftsthema und muss zeitgemäß an aktuelle Entwicklungen angepasst und perspektivisch weiterentwickelt werden. Digitales Lehren und Lernen ist nicht mehr wegzudenken. Wir sehen den Ort Schule nach wie vor als besten Ort zum Lernen im Unterricht sowie auch zur persönlichen Entwicklung durch soziale Kontakte an. Digitales Lernen auf Distanz kann den Ort Schule nicht ersetzen. Gleichermaßen müssen Lern- und Lehrkompetenzen vermittelt werden, um einen erfolgreichen Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen und sicherzustellen. So muss die Umgestaltung des Unterrichts durch die Einbindung neuer (digitaler) Konzepte nicht mehr als Herausforderung gesehen werden, sondern vielmehr als Lösung altbekannter Probleme dienen. Die JU NRW will sich aktiv dafür einsetzten, dass sowohl Lernende als auch Lehrende auf die neuen Chancen, die die Digitalisierung mit sich bringt, umfangreich und gut vorbereitet werden.

Grundsätzlich bekennen uns zu einem gegliederten Schulsystem. Es bietet die besten Möglichkeiten für eine individuelle Förderung, um so das bestmögliche Potenzial auszuschöpfen und Chancen für den weiteren Lebensweg zu schaffen.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erfordert für viele Eltern ein angemessenes Betreuungsangebot ihrer Kinder. Kindgerechte Ganztagsangebote sind daher flächendeckend und an jeder Schulform bedarfsgerecht in Nordrhein-Westfalen auszubauen.

Die Junge Union NRW bekennt sich ausdrücklich zum konfessionsgebundenen Religionsunterricht. Unsere gemeinsamen Werte sollen dadurch verstärkt, der Glaube vertieft und Toleranz gegenüber anderen Religionen gelehrt werden. Nordrhein-Westfalen ist christlich-jüdisch geprägt und doch leben hier viele Bürgerinnen und Bürger anderer Konfessionen. Die Junge Union NRW spricht sich insbesondere dafür aus, dass der Religionsunterricht überkonfessionell gestaltet wird und eine ggf. auch kritische Betrachtung, der verschiedenen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen, zu einem besseren Verständnis derer beiträgt. Daher setzen wir uns auch für konfessionellen Religionsunterricht anderer großer Religionen unter Berücksichtigung der verfassungsrechtlichen Anforderungen ein.

Wissenschaft
Nordrhein-Westfalen ist das Land der Hochschulen in der Bundesrepublik. 68 Hochschulen zeichnen unsere vielfältige Hochschullandschaft aus. Die Hochschullandschaft ist jedoch nicht nur vielfältig, sondern auch sehr anerkannt und qualifiziert. Dies wird nicht nur zuletzt durch unsere zwei Exzellenzuniversitäten in Bonn und in Aachen deutlich.

Wir bekennen uns klar zur Hochschulautonomie. Sie gibt Hochschulen die nötige Freiheit, um Forschung und Lehre individuell und erfolgreich anbieten zu können. Forschungsfreiheit ist ein hohes Gut, um den bestmöglichen wissenschaftlichen Fortschritt erzielen zu können.

Die JU NRW stellt sich gegen eine einseitig auf Hochschulbildung konzentrierte Bildungspolitik. Eine höhere Wertschätzung der dualen Berufsausbildung als international bekanntes Erfolgsmodell ist für uns von großer Bedeutung.

Auch im Hochschulbereich hat die Digitalisierung Einzug erhalten. Es müssen die nötigen Medienkompetenzen vermittelt werden, um einen erfolgreichen Einsatz in Studium und Lehre und somit in einem pädagogisch angemessenen Rahmen zu ermöglichen. Im gleichen Zug befürworten wir die Lehre in Präsenz. Das Studentenleben an sich mit sozialen Kontakten und Erfahrungen ist durch reine Online-Lehre nicht zu ersetzen. Wir setzten uns dafür ein, dass Studenten in Notlagen zügig und bürokratiefrei finanzielle Unterstützung erhalten können. Denn Fortschritt durch Forschung und Wissenschaft darf niemals an dem Mangel von finanziellen Möglichkeiten scheitern.

Die JU NRW setzt sich explizit für die Stärkungen der Strukturen der Hochschulpolitik ein. Meinungsfreiheit und die Akzeptanz anderer Meinungen sind auch in den Studentenparlamenten ein unerlässliches Gut. Diese sind ohne jeden Zweifel zu wahren und zu beachten und durch die Verantwortlichen zu sichern.
Einige junge Menschen werden während ihres Studiums Eltern. Um ihnen die Organisation ihres Studien- oder Berufsalltags mit Nachwuchs zu erleichtern setzen wir uns für eine bedarfsgerechte Betreuungssituation an den Hochschulen ein.

Kontaktperson

Sarah Feldmann

Sarah Feldmann

Clemens Röttgen

Clemens Röttgen

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